17.12.2009

San Jose Kolumbien



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1 Ziemlich genau ein Jahr nach unserem letzten Einsatz in San Josecito reise ich wieder in die Region. Ich habe zwei Aufgaben. Zum einen will ich wissen ob und wie unsere Gemeinschaftsküche funktioniert, zum zweiten muss ich die Comunidad jetzt darüber informieren das wir die regelmässigen Zahlungen zur Unterstützung der Mahlzeiten für die Schulkinder einstellen werden. Zuletzt waren dies noch 300 US Dollar pro Monat. Keine grosse Summe möchte man meinen, doch im ländlichen Antioquia entspricht das einem guten Monatslohn.
Ich bin völlig unangemeldet gekommen und als ich so gegen 8 Uhr morgens über den Platz zur Küche spaziere sind Amanda und Sofia bereits dort. Erst staunten sie kurz, dann wurde ich herzlich begrüsst. Die Küche funktioniert nach wie vor und ist sauber und gepflegt. Sämtliche Einrichtungsgegenstände, Herde, Brenner, Kühlschränke, Tiefkühler sind intakt. Der Ofen und die Installationen von Wasser und Gas auch. Die ganze Einrichtung wirkt viel gepflegter und sauberer als ich es erwartet hätte und man hat den ersten Eindruck das der Ort liebevoll instandgehalten wird. Ich treffe es gerade zu Amandas 44. Geburtstag.


Zur Zeit hatt sich die aktuelle Bedrohungslage etwas verändert. Die Militärpräsenz in der Region ist stark angestiegen. Offizielle paramilitärische Verbände gibt es in der unmittelbaren Umgebung der CDP nicht mehr. Es werden wöchentlich Gefechte zwischen den Guerillas der FARC und dem Militär gemeldet. Zum Teil auch auf dem Gebiet der CDP. (La Union, Mulata, Resbalosa)
Amanda bringt es auf den Punkt: „Die die uns hassen und auslöschen wollen sind nicht im Gefängnis sondern sind reich und mächtig geworden.Wenn Uribe wiedergewählt wird werden sie uns nicht vergessen haben. Solange es keine Gerechtigkeit gibt haben wir Angst."


Ganz wichtig wäre den Bewohnern der Friedensgemeinschaft den Kontakt zu uns weiter zzu erhalten und wir sollen sie doch unbedingt wieder besuchen. Natürlich sind solche Besuche auch von uns her gewünscht. Ich werde sicher im Sommer 2010 mal auf einen Sprung nach San Josecito fahren. Irgendwo in meinem Hinterkopf gibt es auch die Idee Freunde und Bekannte, Mitglieder der Cuisine oder aber auch ganz normale Touristen aufzufordern doch mal bei Amanda und ihren Köchinnen vorbeizuschauen. Die Region wird gerade touristisch aufgewertet, die kolumbianische Karibik, Capurgana, Zapzurro, der Golf von Turbo sind neuerdings eine (ungefährliche) Reise wert. Ein Besuch im Hinterland von Apartado ist mehr als ein touristisches Ziel sondern ein Ausdruck von Solidarität mit den Bewohnern einer Region welche noch viele Jahre harte Aufbauarbeit vor sich haben.


Jaja, traenenreiche Gruesse an Euch alle aus dem verhaengten und verregneten San Josecito und Elias sieht aus wie ein Filmstar und Morocho will auch Koch werden und ueberhaupt waren sie alle so herzlich wie noch nie.

Also, den Militaerposten am Stadtausgang Apartado gibt es nicht mehr und ich denke schon alles ist in bester Butter bis dann in Las Balsas ein richtige Kontrolle durchgefuehrt wird und dort wo die Strasse in den Fluss immer abstuerzt grad noch mal eine.

Die Küche war tip top in Ordnung, sauber, der Betrieb läuft und dem Cabildo war es auch klar das jetzt dann kein Geld mehr kommt.
Ich wurde von den Kids angebettelt doch unbedingt Pizza zu machen! In der Seele tat es mir weh!
Aber alles ist gut im Schuss gehalten, auch der Ofenplatz. Die Pflanzen sind schoen gewachsen, das Dach an einer Stelle undicht, wird morgen - haben sie gesagt - gerichtet. Ein Wespennest ist noch im Dach, stoert aber niemanden.

Amanda ist wie immer robust und scheint unverwuestlich, aber sie war sehr traurig das ich jetzt gleich wieder abreise und das jetzt niemand mehr kommen wuerde. Ach, ach! Lieber als das Geld haetten sie doch den Tom, Die Riina, den Ivo und ach ach den Frank und den Luca wieder ein bisschen bei sich.
Tja, ich konnte auch nichts anderes sagen als das wir sie nie vergessen wuerden. Mal schauen ob es sich noch einmal trifft hierherzukommen.


16.12.2009

San Jose Kolumbien



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 Amanda...... unsere Starköchin

15.12.2009

San Jose Kolumbien



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 Die Kinder beim abwaschen

15.12.2009

San Jose Kolumbien



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Blick in die Zukunft in einem vom Bürgerkrieg betroffenem Ort 

15.12.2009

San Jose Kolumbien



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Oma Amanda

15.12.2009

San Jose Kolumbien



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 Mittagstisch

15.12.2009

San Jose Kolumbien



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Mittagszeit

15.12.2009

San Jose Kolumbien



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 Elias

13.12.2009

Abschluss



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Nun verabschiedet sich das erste Csf-Team und überlässt die Cozinha Popular sich selbst.
Ab Mitte Februar wird dann vom zweiten Team weiter berichtet.
Tom, Reto und Ivo lassen grüssen!

12.12.2009

Cida



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Unsere Küchenchefin, eine echte Bahiana, Mai de Condomble und eine super Köchin. Sie
beherrscht alle alten traditionellen Rezepte, deren Ursprung eine Mischung aus Afro- und Indio-Küche sind. Leider sind diese Gerichte oft zu teuer für unser Budget. Und für mich als Koch, der schon wieder abreisen musste, war es eine verlorene Gelegenheit diese Küche zu erlernen, aber ich werde wieder kommen...

11.12.2009

Natal



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Unser Küchenjunge, eine nicht mehr wegzudenkende Persönlichkeit in der Favela mit einem riesigen sozialen Talent. Auch organisiert er immer wieder Kindernachmittage, ist verantwortlich für die Strom- und Wasser-Versorgung und jetzt auch in der Küche tätig. Uma Figura.

11.12.2009

Tai



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In der Küche Arbeitet auch Tai, ein überzogener MSTB-Aktivist, der bei allen politischen Aktivitäten dabei ist - auch er, wie Natal, ein Strassenkind. Sein Traum ist es, das brasilianische Volk zu politisieren.

11.12.2009

Grazielli



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Grazielli ist die zweite Frau im Bunde der Küchencrew; 24 Jahre alt, allein erziehende Mutter von „nur“ einem Kind und überzogene Feministin.

10.12.2009

Cardapio/Menu



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10.12.2009

Tagesteller



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Für nur 2 Real/1.20 Franken bekommen Mann und Frau in unserer Coçina Popular solch einen Teller.

10.12.2009

Tagesteller



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10.12.2009

Kundschaft



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Auch die Machos von nebenan kommen zum essen, vor vier Wochen wollten sie die Frauenkooperative noch für sich in Anspruch nehmen...

10.12.2009

Coupon



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Mit diesem Zettel kann man, nachdem man an der Kasse bezahlt hat, seinen Teller und den Suco (Saft) abholen.

09.12.2009

Täglicher Betrieb



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Frisch geschrubbt und geputzt!

09.12.2009

Täglicher Betrieb in der Küche



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09.12.2009

Täglicher Betrieb am Morgen



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Es ist noch früh am Morgen und alle sind beschäftigt.

09.12.2009

Täglicher Betrieb im Kochtopf



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09.12.2009

Letzte Handwerksgriffe



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Wir beschäftigen uns noch mit kleinen Sachen, die vor der Eröffnung nicht mehr fertig wurden.

09.12.2009

Täglicher Betrieb



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Tom hilft bei der Mise en Place.

07.12.2009

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06.12.2009

Eröffnung



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Der Tag danach...

05.12.2009

Eröffnung



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Die Töpfe dampfen - Cida und Tom beim Fejoada kochen.

05.12.2009

Eröffnung



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Guerreira Bahiana

05.12.2009

Eröffnung



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Wie in Brasilien Tradition, gab es zum Fest eine Fejoada. Das ist ein Bohneneintopf mit viel Fleisch und Innereinen vom Rind, dazu wird Reis und Maniok-Mehl serviert.

05.12.2009

Eröffnung



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Kurz vor Türöffnung kam es zu einem sehr schönen emotionalen Ausbruch; es wurde vor Freude geweint und alle umarmten sich.

05.12.2009

Eröffnung



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Als erstes durften sich die Kinder setzen. 

05.12.2009

Eröffnung



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05.12.2009

Eröffnung



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Nach dem Essen trat die lokale Band auf. Wir waren wirklich erstaunt: sie spielten richtig guten Bahia-Reggae.

05.12.2009

Eröffnung



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Wie halt alle guten Feste enden!

04.12.2009

Malen



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Es ist 22.00 Uhr und die letzten Pinsel sind gefallen. Seit dem frühen Morgen waren wir im Endspurt, damit das grosse Putzen anfangen kann.

04.12.2009

Putzen



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Das grosse Putzen hat begonnen und wie bei jeder guten Eröffnung sind die Handwerker doch noch auf der Baustelle, es müssen noch Türen und Storren für die Küche angefertigt werden.

03.12.2009

Neuigkeiten



Liebe Blogleser,
Es ist eine Weile her, seit wir das letzte Mal berichtet haben. In Periperi, wo wir wohnen, ist es nicht einfach, unsere Website zu aktualisieren; auch haben wir gerade recht viel zu tun. Am Samstag, 5. Dezember ist die Eröffnung. Es wird ein kleines Fest geben mit Live-Musik. Danach soll dann der regelmässige Betrieb aufgenommen werden. Das heisst, es wird für nur 2 Real essen verkauft werden. Die 2 Real sind notwendig, um die laufenden Kosten (Lebensmittel und ein Teil der Löhne) zu decken, der Rest wird für den Anfang von der Csf übernommen.
Weitere Fotos gibt’s im Archiv vom November 2009 oder unter dem Projekt Salvador.

 


02.12.2009

Dienstag



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Zwei Tage harte Arbeit waren angesagt: aber heute Morgen war es soweit. 88 Quadratmeter Boden wurden betoniert - ohne jegliche elektrische Maschine!

01.12.2009

Feira de San Joaquine



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Die Feira de San Joaquine ist einer der wichtigsten Märkte von Salvador.

01.12.2009

Feira de San Joaquine



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01.12.2009

Feira de San Joaquine



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Diese kleinen Biester werden hier als Delikatesse angeboten, stehen aber schon lange unter Schutz, da diese Mangroven-Bewohner vom Aussterben bedroht sind.

01.12.2009

Feira de San Joaquine



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Eine Vielfalt uns unbekannter Kräuter lassen sich hier finden, manche werden für das Kochen verwendet, andere für die Condomblé-Rituale.

01.12.2009

Sonntag



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Diesen Sonntag wurde auch gearbeitet, da der Boden doch mehr Arbeit ergab als gedacht.

01.12.2009

Kantine auf dem Bau



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Unsere ersten Kochversuche finden schon statt, ohne richtige Küche wird die Mannschaft auf dem Bau verpflegt.