24.12.2007

Elias und Otoniel



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Die Unterstützung durch die beiden Handwerker, Elias und Otoniel machte das ganze Projekt erst möglich. Elias, der Jüngere der Beiden lebt in San Josecito, ist ein vertriebener Campesino aus einem aufgegebenen Weiler der sich seit Anfang in der Friedensgemeinschaft engagierte. Otoniel lebt im benachbarten La Union, ist ebenfalls Bauer und Vorstand einer grossen Familie. Er ist bereits mehrfacher Grossvater, 52 Jahre alt. Die beiden haben sich das Projekt zu eigen gemacht, mit vielen Vorschlägen und Initiative geholfen und sich weit über die Arbeitszeit hinaus für die Cuisine eingesetzt.


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24.12.2007

Amanda



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Amanda ist jetzt zur eigentlichen Küchenchefin und Leiterin der Gemeinschaftskuche geworden. Auch wenn sie schon vorher die Köchin der Gemeinschft war hat sich doch ihre Arbeit jetzt etwas verändert, erweitert und vor allem steht ihr ein Arbeitsplatz zur Verfügung welcher wei mehr möglichkeiten bietet als zuvor. Sie war ebenfalls vom ersten Moment an mit vollem Einsatz dabei und wir haben vollstes Vertrauen in sie.
Wir konnten von ihr lernen, nicht nur die kolumbianischen Rezepte und Zutaten zu verwenden, sondern auch wie sie, dank ihrer Persönlichkeit der Küche im Dorf ein Gesicht gegeben hat. Sie verhinderte manchen Fehler, verband uns mit den Kindern und den Dorfbewohnern und war sich für keine Arbeit zu schade.


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24.12.2007

Kuechenteam



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Die jetzt entstandene Gruppe die sich die Arbeit der Küche teilt und unter der Leitung von Amanda das “Geschäft” aufbaut. Es geht darum den Betrieb zu führen, zu pflegen und zu erweitern. Schon in den ersten Tagen begannen sie zusammen mit Arbeitsplan und Küchenregeln die anfallende Arbeit zu übernehmen. Einerseits sind es die Kinder und die Alten die täglich bekocht werden, andererseits ist der Comedor jetzt von 07.00 morgens bis 8.00 abends bedient. Das bedeutet das die Gemeinde jetzt einen Treffpunkt und tatsächlich ein Restaurant zur Verfügung hat. Die Freude darüber ist gross. Die eigenen Produkte der Bauern werden verwendet, alte Rezepte werden wieder ausgegraben und ausprobiert, neue Produkte werden erarbeitet und eine mögliche Verkaufsstelle von “Convinience” Produkten aus der Küche ist geplant. Dazu wird auch Ivo und Riina, das nächste Team das von Csf nach San Josecito geschickt wird beitragen.



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24.12.2007

Weihnachtsgruesse und bis ins neue Jahr...



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Wir haben es geschafft innert kurzer Zeit die Küche die von Csf angedacht war zu realisieren. Das war nur möglich dank der Spender, der Mitarbeiter in Zuerich, der freiwilligen Helfer und der Bevölkerung von San Josecito. All denen möchten wir an dieser Stelle ein von Herzen kommendes Dankeschön aussprechen. Es ist nicht selbstverständlich einer “Idee” die noch nie zuvor verwirklicht worden ist Vertrauen zu schenken. Wir hoffen, wir haben uns dieses Vertrauens würdig erwiesen.
Die weiterhin kritischen Situation von San Josecito, der Druck der auf der Gemeinde lastet hat sich nicht wesentlich verändert, aber durch die Küche sind Arbeitsplätze entstanden, werden eigene Produkte im Dorf selbst verwertet, hat sich die Ernährungssituation der Kinder verbessert und ist ein Ort der Kommunikation und des sozialen Lebens entstanden der die Gemeinschaft stärkt und strukturell verbessert hat.
Wir werden die Gemeinde wie geplant ein Jahr lang weiterbegleiten.
Bisher sind 25.000 Schweizer Franken für das Projekt ausgegeben worden!

Wir wünschen fröhliche Weihnachten und ein schönes neues Jahr.

Der Blog wir ab Mitte Januar weitergeführt.


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18.12.2007

Dachkonstruktion



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Wir wollen ein Dach aus Palmblättern bauen. Das erfordert einiges und nicht zuletzt zusätzliches Geld. Dank der Hilfe der “Amigas Latinas” aus der Schweiz wurde es möglich. Eine gängige Konstruktion mit Wellblech oder Eternit würde zwar den gleichen Zweck erfüllen, bieten aber den etwas ungemütlichen Komfort einer Autogarage. Das höhere und festere Dach aus Palmblättern von der nahen Kueste ist als Schattenspender und Regenschutz gleicherweise geeignet. Es ist kühler, heizt nicht auf und auch bei den hier üblichen Regenfällen (kübelweises giessen!) kann man noch ein Wort miteinander wechseln. Also hat Gildardo mit einigen anderen aus der Comunidad die Sache in Angriff genommen. Nicht jeder beherrscht die Kunst des Blätterbindens auf der hier fertiggestellten Dachkonstruktion.


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18.12.2007

Luz Marina



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Luz Marina ist Mitglied des Consejo interno von San Josecito. Sie ist 52 Jahre alt und Bäuerin im tropischen Regenwald von Urab?. Hier trägt sie eines der Bündel mit den angelieferten Palmblättern von der Strasse zur etwa zweihundert Meter weit liegenden Kueche von Cucina sin fronteras. So ein Bündel wiegt rund 70 Kilogramm und die dicken Stiele sind mit scharfkantigen, langen Blättern bewachsen. Wie immer wenn solche Lieferungen von Material für unser Projekt im Dorf ankommen beteiligen sich alle am Abladen.


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18.12.2007

Zotteldach



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Einzeln werden die Blätter dem oben festsitzenden Arbeiter hochgereicht der sie dann ohne weitere Hilfsmittel, (Nägel, Draht, Schnur) in die Dachsparren einflicht. Was hier aussieht wie die Zotteln eines ungepflegten, langhaarigen Hundes ist Blatt für Blatt auf- und aneinandergefügtes Blattwerk. Rund drei Tage dauert es bis das Dach gedeckt ist. Und da oben gibt es keinen Schatten.



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18.12.2007

Gildardo Giebelsitzer



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Bild: Giebelsitzer

Gildardo sitzt auf dem Giebel und wartet auf die letzte Runde Blätter. Gildardo ist ebenfalls Mitglied des Consejo und hat die letzten sechs Wochen ununterbrochen mit uns gearbeitet. Ohne ihn wäre das Projekt nicht zustande gekommen. Er suchte die Maestros, half mit den Materialien, motivierte und trieb an. Am Morgen früh auf den Beinen und immer guter Laune bis zum Abend an dem er mit uns meist noch den nächsten Tag besprochen hat war Gildardo für uns Ansprechpartner und Bindeglied zur Comunidad.
Seine ungebrochene Freude am Projekt der Cuisine und sein Einsatz motivierte uns alle. Die Zeit in der das Haus und Dach gebaut wurde ist rekordverdächtig. Wir sind gerade mal fünf Wochen hier!


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18.12.2007

Comedor



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Und so sah es vorgestern aus. Das Dach ist fertig. Die Cucina sin fronteras Fahne weht darüber. Die Ränder sind gestutzt mit der Machette, der Innerraum ist hoch und kühl.
Rund zwanzig Jahre wird so ein Dach halten.



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18.12.2007

Fischkatastrophe



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Die Comunidad unterhält verschiedene Fischteiche die von einzelnen Arbeitsgruppen betreut werden. Plötzlich grosse Aufregung. In einen der Teiche sterben die Fische. In einer gemeinsamen Aktion werden die Fische mit Netzen aus dem Teich geholt, in grossen Tanks gespült und jeder einzelne von Hand in den anderen Teich getragen und ….


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18.12.2007

Fische retten



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… hineingeworfen.
Die Fische sind noch zu klein. Erst wenn sie mindestens ein halbes Kilo schwer sind können sie auf dem Markt von Apartado verkauft werden und bringen eine gute Rendite. Aber das Risiko die ganze Zucht, und damit natürlich das investierte Geld für Babyfische und Futter ist verloren. Von der Arbeit des fütterns, Teiche reinigen, Frischwasser zuführen etc. ganz zu schweigen. Auch dismal sind viele Fische zugrunde gegangen. Die Comunidads trägt es mit Fassung, obwohl es ein schwerer Schlag ist. Die vermarktbaren Produkte sind rar, die Kakaoernte ist wegen ungewohnter Niederschläge 75% kleiner als erwartet ausgefallen. Der oekonomische Druck wächst.



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18.12.2007

Kueche wie sie steht...



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Während draussen das Dach über dem Comedor gedeckt wurde haben wir im Kuechenhaus den Betrieb eingerichtet. Es ist eine gute, helle, freundliche Küeche geworden mit reichlich Arbeitsplatz und Kühlmöglichkeiten. Das Restaurant kann seinen Betrieb aufnehmen.


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18.12.2007

Die Theke



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Zwar fehlt noch der Boden und auch mit der Inneneinrichtung des Comedors hapert es noch. Die Maestros Otoniel und Elis werden in dieser Woche die noch fehlenden Arbeiten erledigen. Wir werden es nicht mehr sehen, unsere Zeit ist morgen abgelaufen.



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18.12.2007

Mario und Tom



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Ein Mitglied der Küchengruppe macht mit Tom einen Backtag. Mailänderli, Zopf, Ananasmarmelade, Limonencake, heisse Schokolade aus selbst bearbeiteten Kakaobohnen und Kaffe ist im Angebot. Mario, Zoms Helfer an diesem Tag ist ein 17 jähriger junger Mann aus San Josecito der das Kochen erlernen will.



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18.12.2007

Gaeste



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Obwohl wir noch keine offizielle Eröffnung gemacht haben beginnt das Geschäft bereits am Sonntagnachmittag zu laufen. “Bolis”, gefrorenes Wasser mit Zucker und etwas Fruchfleisch werden für 100 Pesos verkauft und finden reissenden Absatz. Ebenso die Limonade.


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18.12.2007
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Die ersten Geaste setzen sich auf behelfsmässige Sitzgelegenheiten, trinken einen “Tinto” (schwarzen Kaffee) und essen ein Stück Zopf. Es scheint die Eröffnung wird vorweggenommen.


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18.12.2007

Youngsters



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Am Abend kommt die Dorfjugend und gibt sich wahren Limonencakeexzessen hin. Die Stimmung ist ausgelassen. Wir verkaufen praktisch alles was wir haben. Natürlich entsprechen die Preise nicht unbedingt dem was man dafür haben müsste. Dazu ist in der Comunidad zu wenig Geld vorhanden. Doch der kleine Gewinn ist hochwillkommen. Die laufenden Kosten der Küche, Gas, Elektrisch, Putzmittel etc. müssen damit gedeckt werden.


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18.12.2007

Gerüchte, Tatsachen und Aengste



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Am Montagmorgen dann ein anderes Thema. Eine Kommission der Comunidad bricht auf um im einen Tagesmarsch entfernten Weiler Informationen einzuholen. Es wurde von dort gemeldet, dass paramilitärische Einheiten aufgetaucht sind, verschiedene Leute wurden getötet, andere bedroht. Der Weiler gehört zur Comunidad de Paz. Informationen sind nur vor Ort zu erhalten. Mitglieder des Consejo und Begleiter der Peace Brigade machen sich zu Pferd und zu Fuss auf den Weg. Die Reise ist gefährlich. Ueberhaupt hat sich der Krieg in den letzten Tagen gemeldet. Eine halbe Stunde entfernt (zu Fuss) hat die Armee einen jungen Mann erschossen, angeblich ein Guerillero. Aus La Union, ebenfalls ein Weiler der Friedensgemeinschaft wurden Gefechte zwischen Militäreinheiten und unbekannten Bewaffneten gemeldet. Wir hatten das grosse Glück in der Zeit in der wir hier gearbeitet haben keine Probleme dieser Art zu haben.



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18.12.2007

Fahne



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Die Fahne weht über dem Palmdach. Ein erster Schritt ist getan für die Gastronomie in San Josecito.




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15.12.2007

Der Regen



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Das Regenwetter hat uns einige graue Tage beschert. Schlammig sind Wiesen und Wege. Die Tage bis zu unserer Abreise sind mit zahlreichen kleinenund groesseren Arbeit angefuellt. Schon bald fliegen wir hier ab und bereiten die Arbeit vor fuer das Team welches uns nachfolgt.

Wir sind bis ueber beide Ohren beschaeftigt und ich werde mich erst am naechsten Dienstag wieder melden. Dann mit einer - ich hoffe alles funktioniert - laengeren Fotostrecke mit dem vorlaeufigen Endresultat unserer Arbeit in San Josecito.

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13.12.2007

ohjemine



... jetzt scheint der Stick mit den Bildern kaputt gegangen zu sein und die Texte gehen auch nicht auf. Es ist also noch nicht der Moment den Blog wirklich aufzuarbeiten. Ich bitte noch um ein paar Tage Geduld.

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07.12.2007

der Regen kommt



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Zwar können wir mehr als zufrieden sein mit dem bisher erreichten. Aber es ist doch immer wieder wichtig daran zu erinnern, was hier tägliches Leben ist. So sind die kriegerische Aktionen unversehens wieder näher gerückt. In La Union wurden Schüsse und Explosionen gehört. Eine junge Frau wurde beschuldigt zue Guerillo zu gehören und mit dem Tod bedroht wenn sie nicht verschwinden würde. Dort finden zur Zeit auch militärische Operationen statt.Es handelt sich um ein schwangeres, 17 Jahre alte Mädchen. Die Nachrichten von paramititärischer Präsenz in der Region, auch auf dem weiläufigen Gemeindegebiet von San Josecito, reissen nicht ab. Die Kollegen von der Peace Brigade, die über ihre Zentrale in Bogot? näher informiert werden sind besorgt. In den letzten zwei Wochen gab es zwei Malariafälle in der Gemeinde. Eine ältere Dame musste in den Spital von Apartado gebracht werden. Der andere Fall betrifft ausgerechnet unseren Baumeister Otoniel der nach einer mit Fieber und Schüttelfrösten durchgestandenen Nacht nicht mehr arbeiten konnte. Wir haben ihn mit Larian aus unserer Hausapotheke gemäss dem Indikationszettel notfallmässig behandelt. Bereits heute ist er wieder fit.




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07.12.2007

Holz und Betrieb



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Durch Otoniels Krankheit wurde die Arbeit an der Küche fur einen Tag aufgehalten. Heute nun ist der Tag der Gemeinschaftsarbeit und eine grössere Gruppe von Helfern packt jetzt den Endspurt am Bau an. Wir hoffen am nächsten Donnerstag mit unserer Küche in das Haus umziehen zu können. Innen sind die Betontische bereits gemauert und gegossen, draussen entsteht der Comedor. Alles Holz ist jetzt da, alles Material liegt bereit. Trotzdem ist noch viel zu tun.


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07.12.2007

Essenfassen



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Die Kinder haben sich an den Service gewöhnt. Kommen, Händewaschen, mit dem Teller wieder gehen und danach den Teller zurückbringen, abwaschen, fertig. Sie sind mit uns zufrieden, freuen sich auf das Mittagessen. Amanda hat bereits ein kleines Geschäft angefangen mit Glac? aus Milch und Zucker. Wir verkaufen sie an die Kinder in der Pause für 100 Pesos (ca 7 Rappen). Immerhin, der Gewinn eines Monats dürfte etwa reichen um eine Gasflasche zu füllen! Von Jesus Emilio, dem Mitglied des Vorstandes hören wir, dass die Frauen und Mütter für die Arbeit der Küche dankbar sind. Sie haben jetzt mehr Zeit um sich um die Arbeit in Feld und Haus zu kümmern und wissen sie in guten Händen. Auch sonst sehe ich eine gute Zukunft für die Verkäufe aus der Küche. Vor allem weil auch der Consejo diese Möglichkeit fördern möchte.



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07.12.2007

Grossmutter



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Es gibt nicht viele alten Leute in der Gemeinde. Aber etwa 10 kommen doch täglich mit ihren Töpfchen um das Essen aus der Schulküche zu holen. Sie kommen nach den Kindern, entweder selbst oder die Töchter kommen und füllen sich einen Teller für die Ancianos. Morgen ist das Schulabschlussfest. Hier diskutiert gerade der Consejo ob man den Kindern und den Eltern ein Essen kredenzen soll. Ob vielleicht wieder ein Säuli dran glauben muss? Die Auswirkungen der Arbeit von Csf werden sich aber erst in etwa einem halben Jahr wirklich betrachten lassen.


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07.12.2007

der Truthahnfaenger



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Uns geht es immer noch gut. Obwohl Tom seit rund einer Woche an einer heftigen Grippe leidet. (Keine Malaria !). Doch er ist bereits wieder dabei die Truthähne zu ärgern.
Das Dorf ist voller Tiere. Die Pferde, Hühner, Enten, Hunde, Truthähne, Maultiere, Schweine laufen frei herum. Katze gibt es nur eine einzige. Es sind Nutztiere. Nur die Rinder leben ausserhalb des Dorfes auf der Weide. Manchmal hat man das Gefühl an einem Ort zu leben der vor hundert Jahren in der Schweiz genauso ausgesehen haben könnte. Idylle? Für mich als Städter schon, zumindest auf den ersten Blick. Aber vor hundert Jahren ist man aus der Schweiz ausgewandert.



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07.12.2007

Am Fenster



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Die nächsten zehn Tage in San Josecito werden noch tüchtig zu tun geben. Küche einrichten, Rezeptbücher verarbeiten, Kalkulationen abschliessen, Budget planen etc.etc.
Am wichtigsten ist es aber nun die Arbeit fest in Amandas Hände zu legen damit sie ihre Position weiter ausbauen kann. Die Küchencrew muss definiert werden. Eine Crew die selber Zukunftspläne schmieden kann!


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04.12.2007

Erster zahlender Gast...



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... vom Csf Restaurant ist Alberto von "Medicos para los derechos humanos" aus Rom. er war hier, ist heute abgereist, um ein Projekt zur verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes der Einwohner von San Josecito anzufangen. Es geht dabei um ein Abwassersysthem mit dazugehoerigen Klaerbecken. Dafuer werden von dieser NGO mehrere tausend Franken in Material eigesetzt. Die Arbeiten werden von der Gemeinde in Fronarbeit ausgefuehrt.

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04.12.2007

Die Kommune graebt



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.. den ersten Kanal zum verlegen der Kanalisation.

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04.12.2007

... noch eine NGO



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Finanziert von Geldgebern aus Spanien ist ein Zirkus ins Dorf gekommen. Fuer drei Tage haben junge Artisten aus Spanien, Kolumbien, Argentinien etc. fuer die Leute hier ganze drei Tage getanzt, gespielt, zirkusworkshops mit klettern, trapez und Stelzenlaufen durchgefuehrt. Wir haben fuer sie gekochtund... sie haben uns bezahlt!

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04.12.2007

Otoniel



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Meister Otoniel beim versiegeln des Kuechenbodens.

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04.12.2007

Kueche



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Im Volltempo wird gebaut, heute Fundamente des Comedors, Innenausbau der Kueche, Balken fuer die Dachkonstruktion des Comedors.

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04.12.2007

Zirkusworkshop



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... noch ein Bild vom Zirkus.

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04.12.2007

Abendstimmung



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01.12.2007

Alle in einen Sack



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Die Asamblea (Versammlung) ist das hauptsächliche Verwaltungsinstrument der Comunidad. Einmal pro Woche wird die Gemeindeversammlung vom Consejo einberufen. Es geht um Alltäglichkeiten. Es wird informiert über Gemeinschaftsarbeiten, den Beschlüssen des Consejo, die finanzielle Situation. Einmal im Monat, an einem Sonntag findet die Asamblea General. Jetzt kommen die Mitglieder der abgelegenen Weiler und Höfe nach San Josecito oder abwechselnd nach La Union und es wird informiert über die Situation im gesamten Gemeindegebiet. Hier werden auch Abstimmungen durchgeführt. Klagen angehört, neue positive (wir wurden der Asamblea wärmstens vorgestellt) und negative (in La Esperanza wurden neue paramilitärische Einheiten festgestellt und in der Nachbargemeinde Nueva Antioquia gab es vier Morde an Einwohnern – man ist besorgt.) In besonderen Fällen werden Gemeindemitglieder verwarnt, weil sie nicht an den Gemeinschaftsarbeiten teilnehmen, ihre Stromrechnung nicht bezahlen. Auch häusliche Gewalt wird hier öffentlich gemacht. Es kann vorkommen – und ist auch schon vorgekommen, das Familien wegewiesen wurden. Obwohl der Consejo über eine relativ weitgehende Handlungsfreiheit verfügt werden solche Entscheidungen von weiterer Tragweite durch Abstimmungen der Asamblea General getroffen.



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01.12.2007

Geschenk der Comunidad



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Unsere bisher grösste Aktion war dann auch das Essen für die Asamblea General. Etwas über 200 Leute standen vor unserer kleinen Küche geduldig Schlange und erhielten ein reichhaltiges Essen mit verschiedenen Zutaten. Schweinsvoressen, Hackfleischbällchen, Papas con Cuero, Reis, Bohnen, Kabissalat, Kartoffelsalat, Yucca, Kochbananen. Ein europaisch – kolombianischer Mischteller. Limonenlimonade. Zum Dessert Fruchtsalat und ein Stück Zitronencake. Ein Festessen und zugleich unser Einstand für die gesamte Comunidad. Die Comunidad lieferte aus ihren Produkten Kochbananen, Yucca und Limonen und schlachtete ein Schweinchen. Den Rest bezahlten wir. Ca 200 SFR mussten wir dafür ausgeben.

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01.12.2007

Doch ein Individualist...



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“Wir haben hier keine Individualisten, dafür gibt es keinen Platz.” So Amanda, welche auch voll und ganz hinter dem Prinzip der gemeinsamen Verantwortung steht. Am Donnerstag, dem Tag der Gemeindearbeit werden weder Kinder noch Alte von der Mithilfe ausgenommen. Die starke Gemeinschaft ist hier Ueberlebensnotwendig. In der Verwaltung werden keine Löhne bezahlt. Die Mitglieder des Consejo erhalten – so denn das Geld in der Kasse ist – eine Aufwandentschädigung von ca 60 Franken im Monat. Es scheint selbstvertändlich zu sein, dass jeder und jede die anfallenden Gemeinschaftsarbeiten mit trägt. So wurde das Baumaterial für die Küche, Holz, Sand, Steine aus Fluss und Wald in Gemeinschaftsaktionen herbeigeschafft. Wir kauften und bezahlten den Zement, das Eisen, die Backsteine, das Eternit für das Dach und die Kücheneinrichtung. Die zwei Handwerker kriegen einen Lohn. Etwa die Hälfte des üblichen, weil sie in der Zeit des Küchenbaus nicht auf ihren Pflanzungen arbeiten können. Meist werden sie noch von freiwilligen Helfern unterstützt.

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01.12.2007

Limonen



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Die Comunidad verdient ihr Geld auch mit gemeinsam geführten Pflanzungen. Kakao und “Primitivos” (kleine, delikate Bananen, bei uns auch Ladyfingers genannt) gehen von hier aus in die weite Welt hinaus.) Eine solche Pflanzung wird gerade angelegt für den Unterhalt der Küche. Zudem gibt es auch Pflanzungen die von eigenens gebildeten Arbeitsgruppen geführt werden. Auch eine Fischzucht wird so geleitet (Pangasius) Die Mitglieder der Arbeitsgruppen dürfen den Verdienst für sich behalten und bestreiten damit ihren Lebensunterhalt. (Kleider, Essen, Strom, Wasser etc.) Ein Durchschnittseinkommen dürfte etwa bei 150 000 Pesos liegen, rund 100 SFR.

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01.12.2007

Kuechenecke



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So ist der Bau der Küche sehr gut vorangeschritten. Dach, Wände und Boden sind fertig, das Fundament für den Comedor steht. Nächste Woche geht es bereits an die Inneneinrichtung. In der Provisorischen Küche geben wir mehr und mehr Verantwortung an Amanda ab. Schliesslich ist die Idee, dass die Küche auch in unserer Abwesenheit bis zur Ankunft von Ivo und Rijna weiter bewirtschaftet wird.

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01.12.2007

Planen



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Die Kosten für den Unterhalt der Küche belaufen sich etwa auf 1.2 bis 1.5 Millionen Pesos pro Monat. ( ca 800 – 1000 SFR) Das beeinhaltet die Lebensmittel für täglich 60 Mahlzeiten, Kosten für Gas und Elektrisch, Rücklage für allfällige Reperaturen, Neuanschaffungen und ein kleines Gehalt für die küchenverantwortliche Person. Wir haben beschlossen die Küche monatlich mit einer Million Pesos zu unterstützen. Damit sind die Kosten aber noch nicht gedeckt. So sind wir jetzt dabei Produkte zu entwickeln welche das fehlende Geld herbeischaffen kann. An den Sonntagen finden zum Beispiel oft Fussballspiele statt. Dabei verkauft Amanda Empanadas und selbst gemachtes Eis. Sie verdient dabei bis zu 30 000 Pesos an einem guten Wochenende. Der Zitronencake kostet pro Stück 260 Pesos (Zutaten). Man könnte ihn für 500 Pesos verkaufen. Marmelade aus den Resten der Ananas die man für den Jugo braucht. Es wird daran gedacht eine eigene Arbeitsgruppe für die Küche einzurichten welche sich mit einer Produktion beschäftigt um das Küchenbudget zu unterstützen. Natürlich mit lokalen Produkten. Es geht dabei um Kleinste Beträge. Aber sie sind wichtig und sollen innerhalb eines Jahres dazu führen das die Küche selbstragend wird. Dazu wird unsere Unterstützung weiterhin notwendig sein.

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01.12.2007

Bauen fuer die Zukunft



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Das Csf Restaurant ist weniger Utopie denn je. Von dem Moment an wo der Comedor steht wird es möglich sein jeweils am Abend eine kleine Auswahl an Speisen und Getränken anzubieten. Es gibt in San Josecito eine nicht unbedeutende Zahl von internationalen Gästen jede Woche. Dazu gehören die Mitglieder der Peace Brigade, Angehörige verschiedenenster nationaler und internationaler Organisationen, Konfliktforscher, Aerzte, Mediatoren, Gäste der Comunidad. Bisher werden diese Leute aus der Comune verpflegt. In Zukunft sollen diese Leute aus der Csf Küche eine Mahlzeit erhalten und auch dort Platz nehmen können. Und sie werden dafür bezahlen. Auch die Gemeindemitglieder können dort essen zu verbilligten Preisen. Ivos Pizzaservice ist gefragt!

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01.12.2007

In eigener Sache...



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... moechte ich Euch bitten um folgendes:

Im Blog finden sich jetzt viele Informationen. Es waere schoen von den geneigten Lesern ab und zu einen Kommentar zu haben. Ihr seid also herzlich eingeladen einen sottigen zu schreiben. Wuerde mich freuen!

Weihnachten steht vor der Tuer! Csf hat mit diesem Projekt in San Josécito tief in die Kasse greifen muessen. Um der Gemeinschaftskueche Nachaltigkeit und Entwicklungsmoeglichkeiten zu bescheren braucht es noch den einen oder anderen Beitrag.
Hier mal unser Postcheckkonto:

PC 85-135043-2

Kochteams nach San Jos?cito? Bis zum Maerz haben wir die Leute parat. Aber bereits jetzt beginnen wir mit der Suche nach weiteren Teams die vor Ort., Kellner, Gastgewerbler! Wer hat Lust?


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