27.11.2007

Ein wenig im Stress



... sind wir gerade. Das Wochende mit mehr als zweihundert Gaesten hat geklappt. Jetzt ist erst mal ein wenig ausruhen angesagt. Ich melde mich wieder am Freitag mit ausfuehrlichen Infos und ein paar Fotos.


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23.11.2007

Elias



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Einer der einen frisch geschlagenen Balken von ca. 80 Kilo auf der Schulter durch den Wald traegt. Elias, 28 Jahre alt, Allroundhandwerker vom elektrischen ueber das Wasser zum Mauern, Saegen, Einschalen und Zementmischen. Auch das wird von Hand gemacht, Eimer um Eimer ins Fundament gegossen, Balken geholt, mit Teer bepinselt, ins Fundament gestellt. Immer froehlich, lacht und erzaehlt. Einer der schon als Kind vertrieben wurde, von Las Mulatas nach San Jos?, von San Jos? nach San Josecito. Einer der schon als Junge mit aufgebaut hat und jetzt selber einen sechsjaehrigen Sohn hat. Einer von San Josecito!

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23.11.2007

Holz



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Das Holz wird mit den Mulas aus den umliegenden Waeldern gebracht und frisch verbaut. Hier sind die ersten Balken fuer die Dachkonstruktion eingetroffen. Wir bezahlen niedrige Preise fuer die Baumaterialien und ein Teil der anfallenden Arbeit wird von den Komunemitgliedern in Fronarbeit verrichtet.

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23.11.2007

Sancocho



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Wir sind dabei ein Rezeptbuch zu erstellen. Nicht nur aus reiner Freude daran, sondern um Preise, Zutaten, moegliche Verbesserungen und Varianten auf eine Basis zu stellen. Dieses Rezeptbuch wird uns, den Koechen der Cocina und den Koechen / Koechinnen von San Josecito als Leitschiene dienen. Ist aber auch eine Sammlung der traditionellen Kueche der Campesinos von Urab?. Eine kulinarische Welt tut sich auf und wer es nachkochen moechte ist herzlich dazu eingeladen. Die letzte Woche war ernaehrungstechnisch gesehen besser als mancher Convinience Food Mittagstisch in irgendeinem "Bahnhoefli" in der Schweiz.

Schulkueche CDP San Josecito Nov. 07

Kosten in Kolumbianischen Pesos

Menu: Sancocho de Res
60 Pers Arroz
Ensalada de pepinos
Jugo de pina


Zutaten: Menge Kosten
Rindfleisch
(sobrebarriga -Federstueck) 3.5kg 28000
Rote Zwiebeln 2Stk. 400
Knoblauchzehen 5Stk. 100
Rote Kartoffeln 3kg 2400
Karotten 1.5kg 1450
Kochbananen 3Stk. 0
Yuccawurzeln 3kg 0
Reis 6lb 4730
Gurken 10stk. 4350
Tomaten 4Stk 1500
Weisse Zwiebeln 2Stk. 300
Limonen 5Stk 0
Oel 2dl 650
Ananas 2Stk 8790
Zucker 700g 770 0
Salz,Color 1x 200
Oel 4dl 1200

Total 54840

Vorbereitung:
Fleisch in 60Stk. schneiden,3xkalt waschen 1xlauwarm waschen
Zwiebeln und Knoblauch fein hacken
Kartoffeln waschen, schaelen, in grobe wuerfel schneiden
Karotten geschaelt in grobe scheiben schneiden
Kochbananen schaelen, in Salzwasser einlegen grobe Stuecke
Yucca schaelen, Storzen rausnehmen,grobe Stuecke schneiden


Zubereitung :
Fleisch in 15lt gesalzenem Wasser kalt aufsetzen.
Wuerzen mit mit color (spanischem Safran)
nach ca. 90 Min. Kartoffel, Kochbananen,Karotten beigeben
nach 110 min. Yucca, Zwiebeln und Knoblauch beigeben.

Reis:
3 kg Reis 3xwaschen,
6 l wasser mit salz und Oel kochen
Reis beigeben, aufkochen bis Wasser absorbiert, Deckel drauf
und Flamme klein stellen

Gurkensalat:
Gurken schaelen, kleine Wuerfel schneiden, Tomate
und Zwiebeln kleine Wurfel schneiden,alles mischen mit Oel,
Limonen, Salz und Petersilie (Wahlweise frischer Koreander)


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23.11.2007

Abwasch



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Die Schueler kommen angestuerzt um 12 Uhr, waschen sich die Haende und stellen sich diszipliniert in eine Reihe. Sie erhalten ihren Teller mit Essen und einen Becher frischen Saft. Dann gehen sie in ihre Klassenzimmer und essen. Die Kinder waschen ihre Teller und Becher ab und wir spuelen alles noch mal heiss bevor wir es versorgen. Details - aber ein sauberer Teller ist doch auch etwas wert.

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23.11.2007

Bau



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Am Bau geht es wieder vorwaerts nachdem einer der Maestros fuer zwei Tage ausgefallen ist. Er kommt aus La Union und musste dort notfallmaessig fuer ein zu frueh geborenes Kind ( para la creatura...) eine Krippe bauen.

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23.11.2007

Abendunterhaltung



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Bereits am Nachmittag wird angekuendigt: Heute abend zeigen wir einen Film!
Und so sitzt dann ein Teil der Dorfbevoelkerung abends vor dem Kiosk und schaut sich "Shreck 1" an.

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20.11.2007

Wochenende



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... war ein noetiges Ausruhen. Wir sind zwischendurch schon auch recht erschoepft.

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20.11.2007

Essen ist fertig



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Am Montag ist es ernst geworden, das erste Schulessen von Csf in San Josecito. Natuerlich Sancocho.

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20.11.2007

Schulessen und Echo



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... aber die Kids waren mit uns zufrieden.

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20.11.2007

Am Maedchentisch



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Noch ist der Comedor nicht fertig. Die Kids behelfen sich mit den Schulbaenken.

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20.11.2007

Kuechenfenster



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Ausblick.

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16.11.2007

Erster Hammerschlag



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So sah es aus als Maestro Otonio den ersten Pflock zum Grundriss der Kueche einschlug.

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16.11.2007

Gildardo



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Unser direkter Ansprechpartner im Consejo, Gildardo Tuberquia

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16.11.2007

Baustelle am 16.11



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... wen der taegliche Fortschritt interessiert sollte sich das Bild vergroessern.

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16.11.2007

erstes Essen



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Gestern Abend haben wir zum erstenmal im Provisorio gekocht. Fuer 10 Personen. Alles klappte soweit.

Gruener Bohnensalat mit Thunfisch
Rindsschmorbraten mit Kartoffelbrei und Ratatouille
Zitronenkuchen

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16.11.2007

Der erste Zitronenkuchen



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No Comment

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16.11.2007

Jesus Emilio



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Jesus Emilio war damals im Maerz 07 der Erste der sich im Rat fuer die Idee der Cuisine starkgemacht hat. Er ist einer der Visionaere der Gemeinschaft, vertritt sie auch gegen aussen und ist im wahrsten Sinne des Wortes unerschrocken. Gerade aus Medellin zurueckgekommen wo die Verhandlungen der Gemeinschaft anscheinend erfolgreich waren ist er bereits wieder auf Achse, staendig begleitet von einem Vertreter der Peace Brigade.
Das ehrgeizige Projekt der "Bauernuniversitaet fuer den Frieden" an der sich die verschiedensten Friedensgemeinschaften Kolumbiens treffen und Erfahrungen austauschen koennen liegt ihm im Moment am meisten am Herzen. Dieses Mitglied wird stark von den Friedensaktivisten aus Tamera/Portugal mitgetragen.

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15.11.2007

Regen



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Nachdem vorgestern die letzten Besprechungen zu Ende gingen, sind wir gestern mit Amanda losgezogen und haben eingekauft. Es gibt in Apartado mehrere Geschäfte die sich mit dem Verkauf von Schüsseln und Töpfen, Besteck, Pfannen, Messern, Abschüttsieben und Schneidbrettern befassen. Das meiste aus Plastik und von einer Qualität die man bei uns kaum finden würde. Die Sachen sind billig, sicher nicht lange haltbar, aber für den Anfang genügen sie. Wo wir Geld ausgegeben haben, war für einen guten Kühlschrank und einen Herd mit drei Industrieflammen, einen kleineren Herd mit vier Flammen und einem dazugehörigen Ofen.

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15.11.2007

Blick aus dem Jeep



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Im gleichen “Aufwasch” wurde auch das Baumaterial besorgt. Zement und Backsteine, Armierungseisen und Eternit für das Küchendach. Der Essraum, für den wir uns jetzt entschlossen haben, wird traditionell mit Holz gebaut, ohne Wände, luftig, offen mit Blick auf den Fluss.

Am gleichen Morgen begannen die Baumeister, Otoniel und Elias, beides Mitglieder der Comuna, mit dem Ausheben des Fundamentes für den definitiven Küchenbau. Das ehrgeizige Ziel ist gesteckt. In fünf Wochen wollen wir den Bau fertighaben, die Küche eingerichtet, den Tisch gedeckt, das Weihnachtsessen gekocht.


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15.11.2007

Besucherinnen



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Die Zusammenarbeit mit der Gemeinschaft ist im Moment ausgezeichnet. Nachdem wir am Anfang doch einigermassen reserviert aufgenommen wurden, ist jetzt das Eis langsam aufgetaut und das Misstrauen geschwunden. Wir haben in Gildardo Tuberquia einen verständigen, verfügbaren Ansprechpartner gefunden, Amanda und die Handwerker sind bereit und arbeiten mit. Immer wieder sind wir überrascht, wie zuverlässig die Abläufe organisiert und koordiniert werden. Der Transport “unseres” Materials wurde von Gildardo geplant. Normalerweise kommt der Lastwagen am Dienstagnachmittag, um die Bananen zu holen, welche von einem Wiederverkäufer in Apartado exportiert werden. Dieser Lastwagen, der leer von Apartado kommt, sammelte unsere Einkäufe ein und brachte die verschiedensten Materialien am Nachmittag nach San Josecito. Beim Abladen halfen alle mit und was uns Stunden gekostet hat, aufzuladen, war nach weniger als einer Stunde an Ort und Stelle. Notabene hat der ganze Einkauf weniger gekostet als der ursprüngliche vorgesehene Transport von Küchenmaterial aus der Schweiz nach Uraba

Heute richteten wir die provisorische Küche ein. Es herrscht so etwas wie eine fröhliche Erwartung der Dinge die da kommen sollen. Die Küche steht. Es fehlen noch Kleinigkeiten, die wir morgen in Apartado einkaufen müssen. Am Freitag erwarten wir die Lebensmittel. Einen Teil kaufen wir direkt hier in der Gemeinschaft, etwas werden wir in Apartado zukaufen müssen. Unser Budget erlaubt uns, in einer ersten Phase das Essen zu bezahlen. Es wird uns auf SFR 1.20 pro Tag und Kind kommen.


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15.11.2007

Das Material ist da



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Die Diskussion über die Lebensmittel wurde bereits geführt. Wir machten darauf aufmerksam, dass wir es nicht als unsere Aufgabe betrachten, die Schulkinder gratis zu ernähren, sondern eine Gegenleistung der Gemeinschaft erwarten. Sei es in Form von Arbeit oder in Form von Lebensmitteln, die zum täglichen Verbrauch beigesteuert werden.
Die Gemeinschaft schlägt vor, eine Plantage von “Primitivos” anzulegen. Dabei handelt es sich um die kleinen Bananen, die wir bei uns im “Globus” als teure Delikatessen einkaufen, und für den Erhalt der Küche und des Comedors zu bewirtschaften. Innerhalb eines Jahres sollte der Ertrag genügen, um die Schulküche damit zu führen. Bis dahin bitten sie um Hilfe. (Gerade habe ich erfahren, dass die Pflanzung in den letzten drei Tagen bereits angelegt wurde.)


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15.11.2007

Elias mit dem Herd



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Die wirtschaftliche Situation der Gemeinschaft ist schwierig. Es gibt keine Reserven und es ist kein Geld vorhanden, um alles was über das Ueberlebensnotwenige hinausgeht, zu kaufen. Darunter fallen wichtige Dinge wie Lehrmaterialien, Kleidung, Schuhe, Medikamente etc. Trotzdem wirkt das Dorf nur auf den ersten Blick ärmlich. Nach kurzer Zeit bemerkt man, wie sorgsam sie darauf achten, sich nicht in die Leidensmechanismen von hoffnungslosen Slumbewohnern zu verstricken. Die Häuser sind zwar zusammengenagelte Bretterhütten, aber sauber. Die Wege sind gepflegt, es wurden einfache Blumen gepflanzt. Die Dächer sind dicht.

Eine Delegation des Dorfrates befindet sich zur Zeit in Medellin, um dort über günstige Bedingungen zum Verkauf ihrer Kakao und Bananenernte zu verhandeln. Ein direkter Verkauf der Produkte würde natürlich zu besseren Erträgen führen. Die Delegation wird begleitet von einem professionellen Begleiter mit Satelitentelefon. Die Gefahr, dass ihnen etwas passiert, ist gross. In den letzten vier Monaten sind drei Leute aus dem Umfeld der Friedensgemeinde ermordet worden. Der Terror ist nicht vorbei, sondern hat sich insofern verändert, als dass nicht mehr terroristische Massaker verübt werden, es werden gezielt Leute umgebracht, welche sich als Anführer profilieren.


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15.11.2007

Die provisorische Kueche



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Eine der Initiativen, an der die Gemeinschaft beteiligt ist, ist die sogenannte “Zona humanitaria”. Das bedeutet in einem weiteren, geografischen, Umfeld von San Jos? die Erfassung der Verbrechen gegen die Menschenrechte und deren Denunzination. Entführungen, Erpressungen, Folter, Vergewaltigungen, Ermordungen, Nötigungen, Blockaden etc., die von den Mitgliedern der bewaffneten Akeure des gegenwärtigen Konfliktes verübt werden, werden auch ausserhalb der Friedensgemeinde registriert und in Apartado bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Eines der Gewaltopfer der letzten Monate war der Koordinator der humanitären Zone, der auf dem Busbahnhof in Apartado von Paramilitärs erschossen wurde. Ihm galt der Gedenkmarsch vom Samstag. Zudem veröffentlicht eine ständige wachsende Gruppe von Sympatisanten der Comunidad de Paz die Vorfälle im Internet.

Laut der Auskunft der hier lebenden Mitglieder der Gemeinschaft war das Ueberleben der Gemeinschaft in den letzten Jahren nur dank der Präsenz der internationalen Vertreter und deren Hilfe möglich.


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15.11.2007

Gemeinsam



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Natürlich machen wir uns Gedanken darüber, was unser Anteil an diesem Projekt ist. Wichtig ist es, auf jeden Fall anzumerken, dass das Projekt der hier gewachsenen Friedensgemeinde der Ueberbau ist, unter dem wir uns bewegen. Wir sind nicht eine selbständige Organisation, die hier eine Kneipe eröffnet, sondern Teil des Ganzen. Nur so ist es überhaupt möglich, hier zu arbeiten. Die Entstehungsgeschichte ist lang und mit vielen Opfern verbunden. Hier lebt niemand, der nicht Schreckliches erlebt hat, niemand, der nicht am eigenen Leib und in der eigenen Familie erfahren hat, was brutale Gewalt bewirkt. Der Weg zum gewaltfreien Widerstand ist mit Gewalt verbunden. Wer sich mit gewaltfreiem Widerstand beschäftigt stösst, eher früher als später auf die Aktionen und die Lebensweise Gandhis. Ist es vermessen, die Leute von San Josecito mit Gandhi zu vergleichen? Wohl kaum, denn aus der masslosen und grausamen Unterdrückung, die sie erlebten, fanden sie einen Ausweg, der sich durch Gewaltlosigkeit in einer gewalttätigen Umwelt auszeichnet. Das schlägt sich auch im Umgang miteinander nieder. Es wird im Dorf kein Alkohol gestattet. Das Verhältnis der Geschlechter ist entspannt. Gegenseitige Hilfeleistung ist Regel, nicht Ausnahme, Engagement ist nicht gefordert, sondern wird erbracht, der Ruf nach einer gerechten Justiz ersetzt den Wunsch nach Vergeltung und Rache. Das alles klingt ein wenig märchenhaft, ist nach der kurzen Zeit, die wir hier verbracht haben, vielleicht auch hochstilisiert. Aber so sieht es erst mal aus. Iris Disse, die Filmemacherin aus Quito, war hier, um uns für eine Woche zu begleiten. Sie machte zahlreiche Interviews. Der gemeinsame Konsens ist verblüffend, obwohl die Menschen hier aus den verschiedensten Himmelsrichtungen zusammengekommen sind, vertrieben durch die Machenschaften von kriegerischen Akteuren jedwelcher Provinienz, staatlich und nichtstaatlich.

Die internationale Solidarität ist wichtig. Aber was hier gemacht und erarbeitet wird, hat eine weiter greifende Bedeutung. Falls es dieser Gemeinschaft gelingt, ihren Weg zu gehen, ohne ausgelöscht oder vertrieben zu werden, bedeutet das Hoffnung für viele Menschen, die in ähnlichen Situationen in Kolumbien ein bedrohtes Dasein führen.



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15.11.2007

Die Dorfjugend



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... eigentlich haetten sie lieber einen Billardsalon. Aber es kann ja noch werden.

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15.11.2007

Tom



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... und dank Tom verlieren wir uns auch nicht im froehlichen Geldausgeben. Das Budget sieht immer noch gut aus.

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15.11.2007

Der neue Kuehlschrank



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15.11.2007

Kuechengrundriss



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15.11.2007

erst mal hier...



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12.11.2007

Kuechenplan



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Wir haben auf morgen einen ersten grossen Einkauf von Küchen und Baumaterialien geplant. Einkaufslisten sind gemacht und wir konnten aus der Gemeinschaft zwei Handwerker und einen Assistenten einstellen die ebenfalls morgen mit dem Fundament beginnen.
Eines unserer Probleme wird sicher die relativ kurze Dauer unseres Aufenthaltes hier sein. Wir müssen Gas geben um das zu erreichen was wir uns vorgenommen haben. Die Mitarbeit der Gemeinschaft lässt sich aber sehr gut an und wir sind zuversichtlich.



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12.11.2007

Alles im Fluss



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Am Samstag wieder und diesmal intensive unsere Sitzung mit dem Consejo interno. Wir wurden streng nach unseren Absichten befragt. Sie wünschen sich natürlich eine stärkere Beteiligung an den politischen Aktivitäten der Gemeinschaft. Wir haben darauf hingewiesen, dass wir, als neutrale Organisation innerhalb des politischen Prozesses im besten Fall eine Beobachterolle einnehmen und dementsprechend berichten können. Allein die Tatsache das wir am Aufbau der Gemeinde teilnehmen ist bereits eine Stellungsnahme, allerdings strikt in einem humanitären Sinn ohne auf die politischen Prozesse und Probleme einzutreten.
Padre Xavier erinnerte uns noch einmal eindrücklich daran, dass wir in einem Kriegsgebiet arbeiten und auf alle Eventualitäten vorbereitet sein müssen. Zur Zeit ist alles ruhig.


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12.11.2007

Marsch vom Samstag



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Einer der Zuschauer des Marsches vom Samstag....

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12.11.2007

Anfang bald...



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Am Freitag werden wir im Küchenprovisorium mit dem Kochen beginnen. Am Freitagabend, wenn die allwöchentliche Gemeindeversammlung stattfindet werden wir zusammen mit Amanda ein erstes Willkommensbuffet machen und uns der gesamten Gemeinde auf diese Art vorstellen. Heute in einer Woche, alles Material gekauft und Provisorium eingerichtet, beginnen wir mit der täglichen Verpflegung der Schulkinder.

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12.11.2007

... und ein anderer Zuschauer...



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... wie bereits erwaehnt haben wir auch teilgenommen am Samstag als neutrale Beobachter....

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12.11.2007

Kuechenstandort mit Sandhaufen



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Der Standort der Küche wurde bestimmt vom Dorfrat. Sie zeigten uns die ehemalige Schulküche im Dorf San Jos? aus dem sie vor drei Jahren ausgezogen sind. Es ist nur etwa 2 Kilometer entfernt und wir gingen zu Fuss dahin. Der Ort entspricht Ihren Vorstellungen und auch für uns scheint die Anlage zweckentsprechend und richtig gedacht. Der einzige Kritikpunkt ist die nüchterne Funktionalität. Wir möchten versuchen in der zu bauenden Anlage in San Josecito Wert auf ein ansprechenderes Aeusseres zu legen.

Der Comedor, Essraum, ist ihnen sehr wichtig. Es scheint möglich zu sein innerhalb unseres Budgets den Bau desselben mit zu finanzieren. Wir arbeiten daran. Wenn wir mit traditioneller Bauweise (Dach aus Palmblättern, Holzstützen etc) planen, kommt der Materialaufwand relativ günstig. Unsere Aufgabe ist es, der Küche und dem Comedor Athmosphäre und Stil zu geben ohne dabei die kulturellen Wurzeln der Gemeinde zu vergessen. Wer unter ständiger Bedrohung lebt ist nicht in der Lage an aesthetische Details zu denken. Eines der Ziele von Cocina sin fronteras ist es aber genau auf diese Dinge zu achten.


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10.11.2007

Regentag



Der Flug nach Apartado und die Weiterreise nach San Josecito war geradezu unueblich problemlos. Alles klappte wie am beruehmten Schnuerchen. Trotzdem ist der Klimaschock gewaltig. Hier herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen von bis zu 35 Grad sind keine Seltenheit.

San Josecito war zwar nicht gerade in heller Aufregung aber doch sehr beschaeftigt. Heute fand wieder mal ein Gedenkmarsch statt, der an die Opfer ( seit 1997, 181 ermordete Maenner, Frauen und Kinder) der letzten Jahre erinnerte. Gestern Abend weichte ein die ganze Nacht andauernder Tropenregen (giesst wie aus Kuebeln) die Strasse und das Land auf. Trotzdem fand der gutorganisierte Marsch statt. Zahlreiche "Internationale" sind extra angereist. Fotos davon habe ich im Moment keine, bin noch am organisieren wie und wo es geht mit dem hochladen.
Wir haben mit den neutralen Beobachtern der Peace Brigade am Marsch teilgenommen.

Ein erstes Treffen mit dem Dorfrat bestaetigte die im Maerz getroffenen Abmachungen. Wir haben bereits aufgrund der Preisevaluation die wir gestern in und auf den Maerkten von Apartado gemacht haben ein erstes Budget erstellt. Unsere Vorkalkulation scheint aufzugehen.

Morgen ist eine zweite Sitzung mit dem Dorfrat angesagt in der wir weitere Details festlegen werden. Dazu melde ich mich wieder naechste Woche.

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07.11.2007

Marta Castillo



Unsere Verbindungsfrau nach San Josecito, Marta, arbeitet seit mehreren Jahren zusammen mit der Friedensgemeinde und begleitet uns morgen nach Apartado. Sie ist eine der Teilnehmerinnen die am Marsch von San Josecito zur Busstation von Apartado wo im Juni ein Mitglied der Gemeinschaft getoetet wurde.

Mit Marta zusammen fliegen wir morgen frueh ueberr Medellin nach Apartado.

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07.11.2007

Nancy und Helga, Amigas Latinas



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Die Verbindung mit den Lateinamerikanischen Frauender Schweiz, die eine eigene Hilfsorganisation betreiben fuehrte uns zu Nancy und Helga. Ihre Organisation wird unser Projekt in San Josecito mit einem finanziellen Beitrag unterstuetzen und auch in Zukunft sind sie an einer Zusammenarbeit interessiert.


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07.11.2007

Herzlichkeit und Information



Ueber Mittag trafen wir uns mit Rudolf Krebs, ehemaliger IKRK Delegierter in Apartado und jetziger Leiter des Schweizerischen Entwicklungsdienstes in Kolumbien. (Cosude). Seine Information ueber die Hintergruende und Vorfaelle, ebenso sein Wissen um die Zusammenhaenge der verschiedenen Aktivitaeten der Region sind fuer uns wertvoll. Wir werden uns auch in der Zweigstelle des IKRK in Apartado melden.

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05.11.2007

Hostal Anandamay Bogota



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Problemlos eingetroffen im Hostal. Treffen mit diversen Menschen dieser Tage.

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03.11.2007

Sonnenuntergang in San Josecito



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Morgen fliegen wir los von Zürich nach Bogota. Dort haben wir wei Tage Aufenthalt, treffen uns mit verschiedenen Kontaktpersonen und buchen die Weiterreise nach Apartado. Kochschürzen und Austechformen, Kochbücher und Mosquitoschutz ist eingepackt, die Vorbereitungen sind soweit abgeschlossen. Eine Idee geht auf den Prüfstand. Die kommenden Wochen werden zeigen wie sich die Idee der Gastgeber der Hoffnung im Einsatz bewährt. Ich oder Tom werden versuchen regelmässig zu berichten. Immerhin ist der Weg von San Josecito nach Apartado nicht weit. Also fotografieren, schreiben, auf diese Seite setzen und ich denke mindestens einmal wöchentlich gibt es ein Up date.

Bis bald....

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