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20.01.2012

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20.01.2012
Fabienne & Andy in Kenia
Alle diese Bilder haben wir während unserem Aufenthalt im Dezember in Kenia gemacht. Hier ein kurzer Bericht, was wir dort so alles erlebt haben und wo das Projekt bis jetzt steht:
Bei unserem ersten Stopp in Orwa waren der Parkplatz, die Wege, die Grillstelle, 5 Plätze für die Häuser, der Ort wo die Steine produziert werden sowie der Platz für die Toilette und die Dusche gerodet. An vielen Stellen standen noch wilde Tomaten- und andere Nutz-Pflanzen. Wir schauten den Arbeitern zu, wie sie mit Hilfe der gekauften Maschine die Steine für die Häuser produzieren. Diese sogenannen "interlocking Bricks" passen wie Puzzleteile ineinander und haben den Vorteil, dass später beim Bau weniger Zement benötigt wird als bei herkömmlichen Steinen, die meist nur mehr oder weniger rechteckig sind und bei denen die Lücken dann mit Zement gefüllt werden müssen. Damit sollen auch die Transportkosten verringert werden. Der Benzinpreis, und wegen den Transportkosten in der Folge auch viele weitere Güter, ist in den letzten Monaten extrem gestiegen. So kostete ein Liter Diesel bei unserem Besuch ca. CHF 1.15.-
Gemäss Hersteller lassen sich bis zu 500 Steine pro Tag produzieren. Unsere Arbeiter schafften jedoch nur viel weniger. Rolf sprach mit ihnen und veranlasste, dass sie Wasserkanister erhalten, damit sie rationeller arbeiten können. Ausserdem versuchte er ihnen zu erklären, wie sie bei der Produktion Zeit sparen und so mehr Steine pro Tag produzieren könnten. Obwohl die Arbeiter pro Stein bezahlt werden, war der Erfolg war nur mässig, wie sich bei unserem nächsten Besuch herausstellte.
Bei unserem zweiten Besuch in Orwa ging es darum, die Häuser gemäss den Plänen von Rolf abzustecken und festzulegen, wo die Fenster und Türen sein sollen. Sam, der Vorarbeiter, der bereits mehrere Projekte mit Rolf realisiert hat, war nun auch vor Ort. Nach getaner Arbeit, gab es eine gebratene Ziege für alle, gefolgt von einer kleinen Ansprache von Rolf. Er dankte allen für ihre Arbeit, stellte Sam und uns vor und erläuterte zudem die nächsten Schritte. Leider war der Chief nicht dabei, da er nicht zu Hause war.
Als wir zum dritten Mal nach Orwa zurückkehrten, hofften wir, bereits das erste Fundament eines Häuschens bewundern zu können. Allerdings hatte es Verzögerungen mit dem Organisieren des Traktors gegeben, weshalb erst bei unserem Besuch der benötigte Sand sowie die Steine geholt werden konnten. Wir brachten ein Fenster und eine Türe mit dem jeweiligen Rahmen mit, damit Sam ein Muster hat. Rolf musste dem Schreiner etwas Druck machen, damit er dann soweit war, dass wir je ein komplettes Exemplar mitnehmen konnten. Wir schauten uns auch nach einem geeigneten Platz für das Restaurant um. Der gewählte Platz ist umgeben von Bäumen und nicht allzu weit vom Parkplatz und den Häuschen entfernt. Wir versuchten, die genauen Positionen der verschiedenen Standorte der geplanten Bauten, mit unserem Pad auf einer Karte zu markieren, was leider nicht gelungen ist.
Aus Sicherheitsgründen mussten bereits von Anfang der Arbeiten an drei Securitymen engagiert werden. Diese waren nicht budgetiert und kosten pro Person 200 Shilling am Tag. Es wurden verschiedentlich Turkanas gesichtet, aber es kam zu keinen Zwischenfällen. Zur Zeit gibt es beim Staudamm von Kenschen wo ebenfalls Turkanas und Pokots zusammenarbeiten, einige Probleme. Eine Angelegenheit ist, dass die Pokots den Turkanas erlaubt haben, sich während dem Bau in ihrem Gebiet niederzulassen. Einige dieser Turkanas weigern sich nun jedoch, entweder die Pokot-Chiefs anzuerkennen oder wieder nach Hause zurückzukehren. Zudem wird in Kenschen die Gleichberechtigung etwas übertrieben. Sie bieten besipielsweise regelmässig kostenlose Busfahrten an, um in grösseren Ortschaften Einkäufe zu erledigen. Allerdings müssen immer gleich viele Personen beider Stämme mitfahren. Das heisst wenn von einem Stamm weniger Leute mitfahren wollen, dann können vom anderen Stamm auch nur genau so viele mitfahren.
Unter anderem aus diesen Gründen denken Paul und Mercy, dass erst nach dem Bau Turkanavertreter mit eingebunden werden sollten. Zudem sollten ihrer Meinung nach – zumindest am Anfang - mehr Pokots als Turkanas beschäftigt werden.
Rolf plant, die 5 Häuschen zu vermieten sobald sie stehen und auch selber dort zu übernachten, um die Sicherheitslage besser einschätzen zu können.
Zwischen unseren verschiedenen Orwa-Besuchen diskutierten wir immer wieder mit Rolf über das Projekt. Er zeigte uns beispielsweise einen ersten Entwurf für das Restaurant. Andreas zeichnete dann einen zweiten, detaillierteren Plan.
Die Sicherheit war immer wieder Thema. Zwar ist das Gelände dicht bewachsen, so dass vielerorts gewissermassen ein natürlicher Zaun besteht, aber das Gelände ist auch von vielen Trampelpfaden durchzogen. Ein Zaun zu bauen wäre sehr teuer. Eine Idee ist, das Dickicht gezielt an den gewünschten Orten zu verstärken und in unregelmässigen Abständen Bienenkasten-Fallen darin zu verstecken. Dies würde nicht nur Schutz vor menschlichen Eindringlingen bieten, sondern könnte auch einige Tiere fernhalten. Gesehen haben wir bisher nur Affen und Insekten. Die Arbeiter berichteten uns, dass sie auch schon Elefanten gesehen hätten. Und Schlangen gibt's ganz bestimmt auch.
Die Fragen Strom und Wasser sind noch offen. Zwar gibt es eine Stromleitung auf der anderen Strassenseite, jedoch ist der Trafo ziemlich weit weg. Durch die vielen Regenfälle gab es auch einen Fluss gleich bei "unserem" Gelände. Aber offenbar führt dieser nicht immer Wasser.
Dann waren unsere drei spannenden und lehrreichen Wochen in Kenia auch schon um, wir reisten zurück und freuen uns aber schon sehr darauf in ein paar Monaten in Orwa anzupacken.
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19.01.2012

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18.01.2012

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09.01.2012
Es wird gebaut in Kenia

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09.01.2012

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08.01.2012

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08.01.2012

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